Singapur
Singapur ist die sauberste Stadt der Welt. Wundert keinen bei diesen Geldstrafen. Bild © picture-alliance/dpa

Müllteppiche im Meer – Müll am Strand – Müll überall: Unsere Welt hat ein Riesenproblem! Aber es gibt bereits Länder, die sich in Sachen Müllvermeidung zu helfen wissen.

Ruanda ist Plastiktüten-frei

Papiertüten zum Einkaufen
In Ruanda bekommt man in den Supermärkten Papier- statt Plastiktüten. Bild © picture-alliance/dpa

In Ruanda sind Plastiktüten bereits seit zehn Jahren verboten und das scheint gut zu funktionieren. Falls man im Supermarkt seine eigene Tasche vergessen hat, bekommt man Papiertüten. Die radikale Plastikreduzierung sorgt dafür, dass man auf den Straßen kaum Müll entdeckt. Ruandas Hauptstadt Kigali ist demnach die sauberste Stadt Afrikas.

Umuganda-Tag – Alle helfen mit

Blick ins Ausland - Umuganda-Tag in Ruanda
In Ruanda hilft jeder am Umuganda-Tag mit die Nachbarschaft sauber zu halten. Bild © picture-alliance/dpa

Einmal im Monat ist in Ruanda der sogenannte Umuganda-Tag – auf Deutsch "Kehrtag". An diesem Tag wird jeder dazu aufgerufen, in seiner Nachbarschaft aufzuräumen und Müll zu sammeln, die Kanalisationen sauber zu machen oder Unkraut zu zupfen. Eine tolle Saubermach-Aktion und zudem eine gute Gelegenheit für die Ruander, um zusammenzukommen und sich auszutauschen: Wo gibt es Probleme? Wo kann man nachbessern? 

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Drücken geht nicht!

Der Umuganda-Tag ist Pflicht. Eine Nichtteilnahme kann zu einer Strafe führen. Weil in der autokratischen Regierung Ruandas Überwachung großgeschrieben wird, macht außerdem schon deshalb jeder mit, um nicht als regierungskritisch aufzufallen.

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Singapur – die sauberste Stadt der Welt

Singapur ist mit diesem Titel überall bekannt – aber warum? Das muss wohl an den extrem hohen Geldstrafen liegen, die man bei Müllverschmutzung zahlen muss. Lässt man auch nur ein kleines Bonbon-Papier auf die Straße fallen, kann das bis zu 2.000 Singapur-Dollar kosten. Das sind umgerechnet 1.300 Euro. Beim zweiten Verstoß ist es schon das Doppelte und beim Dritten zahlt man bis zu 10.000 Dollar – 6.500 Euro.

Blick ins Ausland - In Singapur gibt es Strafarbeit
Ein Mann muss Strafarbeit machen und zwar so, dass alle ihn sehen können. Bild © picture-alliance/dpa

Zusätzlich können noch Strafarbeiten in Parks verordnet werden. Und zwar in der eigenen Nachbarschaft, sodass alle einen sehen und man öffentlich gedemütigt wird.

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Harte Strafen für "Müllvergehen" in Singapur

Eine Höchststrafe ist nicht festgeschrieben. Ein Vorfall vor zwei Jahren mit zwei Deutschen lässt aber ein Gefühl dafür geben, wie hoch die Strafe ausfallen kann. Denn die beiden haben damals eine U-Bahn mit Graffiti besprüht und verurteilt: Jeder bekam je drei Stockhiebe und 9 Monate Haft.

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Deutschland und Singapur im Vergleich

Blick ins Ausland -Müll in U-Bahnen Deutschlands
In deutschen U-Bahnen ist leider oft Müll zu finden. Bild © picture-alliance/dpa

Vergleicht man beide Länder, fällt hierzulande ein hohes Müllaufkommen auf, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Singapur dagegen wird man schon von der Aufsicht angesprochen, wenn man in der U-Bahn essen möchte. Denn das kann schon bis zu 500 Dollar Strafe kosten. Auch das Trinken ist in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten.

Die Mentalität der Singapurer will es aber auch nicht anders. Sie sind davon überzeugt, dass diese Aufsichtsmaßen und hohen Strafen notwendig sind, um eine saubere und ordentliche Stadt zu gewährleisten.

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Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 22.08.2018, 5:00 Uhr

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