Zerstörte Häuser in Beira: Zyklon "Idai" hat große Teile des Landes überschwemmt.
Zerstörte Häuser in Beira: Zyklon "Idai" hat große Teile des Landes überschwemmt. Bild © picture-alliance/dpa

In Südostafrika wird die Situation auch fast zwei Wochen nach dem tödlichen Wirbelsturm "Idai" nicht besser. Mehr als 700 Menschen haben durch den Sturm ihr Leben verloren und fast drei Millionen sind jetzt dringend auf Hilfe angewiesen. Die Hälfte davon sind Kinder, sagt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. Wie Ihr den Menschen helfen könnt, erfahrt Ihr hier:

Vor zwei Wochen wütete ein starker Tropensturm mit heftigen Regenfällen über Mosambik und Simbabwe. Mehrere hundert Menschen riss er mit in den Tod und viele verloren ihr ganzes Hab und Gut. Die Situation vor Ort ist katastrophal erzählt uns ARD-Korrespondentin Jana Genth: "Immer noch stehen komplette Städte und Landstriche unter Wasser. Es fehlt einfach an Hilfsmitteln. Viele, viele Menschen - viel mehr, als die Helfer vermutet hätten – sind von diesem Zyklon betroffen. Sie besitzen nicht mehr als das, was sie am Leibe tragen."

Das THW säubert Brunnen in Mosambik
Helfer des THW helfen die Brunnen in einem Dorf in Mosambik zu säubern. Bild © Technisches Hilfswerk

"Die Krankheiten sind die größte Gefahr"

Mehrere tausend Menschen wohnen zurzeit in Notunterkünften eng zusammen. Die Trinkwasserversorgung ist schlecht bis gar nicht vorhanden. Gerade Menschen, die auf dem Land wohnen, sind auf das vorhandene Wasser angewiesen und das ist alles andere als sauber. "Es gibt schon erste Fälle von Typhus, Malaria und Cholera", sagt die ARD-Korrespondentin.

Sascha Hellmann vom THW wartet auf seinen Abflug nach Mosambik
Sascha Hellmann aus Hochheim im Taunus ist mit dem THW direkt vor Ort im Katastrophengebiet Bild © Technisches Hilfswerk

Inzwischen sind auch deutsche Helfer in die Katastrophenregion geflogen. Mit dabei ist Sascha Hellmann aus Hochheim im Taunus. Er hilft mit, die Brunnen in einem Dorf in Mosambik zu reinigen. Durch die starken Regenfälle ist viel Wasser in die Brunnen gelaufen und hat das Trinkwasser verkeimt und verschmutzt. Über die Lage vor Ort erzählt er im Gespräch mit hr3: "Es öffnet einem die Augen, wie man in Mitteleuropa Notfall definiert. Das ist hier sicherlich eine ganz andere Nummer." Er sei natürlich betroffen von der Gesamtsituation, es dürfe ihn aber menschlich nicht zu sehr berühren, denn ansonsten könne er seine Arbeit nicht mehr machen.

Spendenkonto für die Opfer in Südostafrika

Die "Aktion Deutschland hilft" und das "Bündnis Entwicklung Hilft" engagieren sich direkt in den betroffenen Krisengebieten in Mosambik, Malawi und Simbabwe. Unter folgendem Konto könnt Ihr spenden:

Empfänger BEH und ADH
IBAN DE53 200 400 600 200 400 600
BIC COBADEFFXXX
Commerzbank
Stichwort: ARD / Wirbelsturm Idai
www.spendenkonto-nothilfe.de

Die Spenden, die hier ankommen, gehen direkt an die Hilfsorganisationen im Bündnis, erklärt Birte Steiger von der "Aktion Deutschland hilft".

Weitere Informationen

"Bündnis Entwicklung Hilft" ist ein Zusammenschluss von Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW, Kindernothilfe, medico international, Misereor, Plan International, terre des hommes und Welthungerhilfe. German Doctors und Oxfam sind assoziierte Mitglieder.

"Aktion Deutschland Hilft" ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, darunter action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Islamic Relief Deutschland, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische (darüber aktiv: arche Nova, Bundesverband Rettungshunde, Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Hammer Forum, Handicap International, Help Age Deutschland, Kinderverband Global-Care, LandsAid, SODI und Terra Tech)

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "hr3 am Nachmittag", 01.04.2019, 13:30 Uhr

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