Ein Nothaltegriff im U-Bahnhof.
Ein Nothaltegriff in der U-Bahn-Station. Bild © picture-alliance/dpa

Gefährliche Situationen an S- oder U-Bahn-Gleisen kann es immer geben. Wie Ihr helfen könnt, ohne Euch selbst lebensgefährlichen Situationen auszusetzen, verraten wir Euch hier.

Mitte November ereignete sich ein schrecklicher Unfall in Frankfurt. Ein 17-Jähriger wollte einen Obdachlosen retten, der ins Gleisbett gefallen war. Dabei wurde der Jugendliche lebensbedrohlich verletzt, wie hessenschau.de berichtete. Wir haben mit Bahnexperten gesprochen und wollten wissen, wie man es schafft, den Lokführer in einer Gefahrensituation rechtzeitig zu warnen.

Nothaltauslösegriffe in U-Bahnen

Alle 27 unterirdischen U-Bahn-Stationen der VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main) haben sogenannte Nothaltauslösegriffe. Pro Bahnsteigseite sind immer drei zu finden. Werden diese ausgelöst, kommt die U-Bahn zum Stehen. "Oberirdisch sind diese nicht nötig, da die Fahrer dort eine viel bessere Übersicht über den Bahnsteig haben als unter der Erde", erklärt Bernd Conrads, Pressesprecher der VGF.

Das "Achtung, Anhalten!" - Signal für S-Bahn-Lokführer

Diese Sicherheitsvorkehrung gibt es für unterirdische S-Bahn-Stationen nicht. Pro Bahn hat sich auf ein Notfallsignal geeinigt, welches jeder mithilfe seines Smartphones ausführen kann:

Ihr geht schnellstmöglich zur Tunnelöffnung, an der die Bahn herauskommt. Ihr aktiviert Eure Taschenlampe am Smartphone und macht schnelle Kreisbewegungen mit dem Licht in Richtung Bahn.

Der Lokführer erkennt das kreisende Licht als Warnsignal "Achtung, Anhalten!" und bekommt so die Möglichkeit, die Bahn zum Stehen zu bringen.

Sendung: hr3, "hr3 am Vorabend", 15.11.2018, 17:30 Uhr

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