Technik zu Weihnachten verschenken
Technik-Geschenke sorgen gerne mal für leuchtende Augen unterm Baum. Bild © Imago

Einige Dinge stehen diese Weihnachten mit Sicherheit auf ziemlich vielen Wunschzetteln: Tablets und Drohnen zum Beispiel. Aber woher weiß ich, welches Produkt was taugt? Stiftung Warentest hat die beliebtesten Technik-Geschenke des Jahres unter die Lupe genommen.

Tablets

Wer sich in diesem Jahr ein Tablet wünscht, muss erstmal eine Entscheidung treffen: Groß oder klein? Die großen Geräte haben eine Bildschirmdiagonale von 24 bis fast 27 Zentimeter und eignen sich damit zum bequemen Surfen oder Filme gucken auf der Couch. Wer sein Tablet auch unterwegs benutzen möchte, ist mit einem kleineren Modell bis 20 Zentimeter Bildschirmdiagonale besser beraten.

Die zweite Frage lautet: Wie viel muss ich ausgeben? Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, dass der Preis eines Tablets nicht zwingend auch etwas über seine Qualität aussagt. Das mit Abstand teuerste Gerät unter den großen Modellen - das Apple iPad Pro 10,5 für 1.020 Euro - wird zwar zum Sieger gekürt. Es eignet sich als einziges der getesteten Modelle gut für 3D-Spiele, hat eine gute Rückkamera und schafft sogar Bildbearbeitung.

Frau und Kind mit Tablet
Eignet sich super, um auf der Couch einen Film zu schauen: das Tablet. Bild © picture-alliance/dpa

Fast genauso gut schneidet allerdings das Lenovo Tab 4 10 Plus ab - und das kostet mit 400 Euro nur einen Bruchteil vom Apple-Tablet. Besonders die Akku-Leistung kann sich sehen lassen: Man kann fast 14 Stunden lang Videos gucken, bis ihm der Saft ausgeht. Das schafft sonst kein Gerät im Test!

Ein echter Preistipp ist das Lenovo Tab 4 10. Das Tablet für 182 Euro bekommt im Test das Qualitätsurteil "Gut" und kann durch einen ausdauernden Akku und den schnellen Datenfunk LTE überzeugen. Wer sich auch mit einem kleinen Tablet zufrieden gibt oder ein Gerät für unterwegs sucht, wird ebenfalls bei Lenovo fündig: Das Tab 4 8 Plus für 299 Euro ist der Testsieger unter "den Kleinen", auf dem zweiten Platz folgt das Modell Tab 4 8 für 186 Euro. Die Amazon-Tablets Fire HD 8 und Fire 7 hingegen können nicht überzeugen. Sie erreichen nur ein "Befriedigend", unter anderem wegen des schwachen Akkus.

Fitnessarmband, Laufuhr und Smartwatch

Die sogenannten Wearables erfüllen viele Aufgaben: Mal sind sie Schrittzähler, mal Kalorienrechner, mal Pulsmesser. Stiftung Warentest unterteilt die Geräte zur besseren Übersicht in drei Kategorien - Fitnessarmbänder, Laufuhren und Smartwatches. Erstere richten sich an Gelegenheitssportler und diejenigen, die schlicht wissen wollen, wie viel sie sich am Tag bewegt haben. Sie kosten zwischen 130 und 190 Euro und messen in erster Linie Schritte und Puls. Die Samsung Gear Fit2 zeigt Textnachrichten an, die auf dem Smartphone eingehen, und verfügt zusätzlich über GPS.

fitnessarmband
Euer Fitnessarmband weiß immer, wie viele Schritte Ihr schon gelaufen seid. Bild © picture-alliance/dpa

Laufuhren dagegen richten sich an versierte Sportler mit ausgefeilten Trainingsplänen und sind im Vergleich noch genauer. Meist haben sie sogar ein Navi integriert und sorgen auch im Wald für Orientierung. Testsieger TomTom legt auch noch einen Musikspeicher mit drauf. Da braucht man sein Smartphone beim Joggen dann gar nicht mehr. Das kostet aber auch: Los geht es bei 166 Euro, für die TomTom werden 229 Euro fällig,

Die Smartwatch ist das Handy fürs Handgelenk. Die Geräte dieser Kategorie kosten zwischen 300 und 400 Euro, haben aber auch einiges an Elektronik im Gehäuse. Sie messen die Herzfrequenz und die Leistung beim Sport, sie dienen als Navigationsgerät und können sogar telefonieren. Im Test schneidet die Apple Watch am besten ab, die Modelle von Samsung und Huawei liegen aber dicht dahinter.

Stiftung Warentest übt allerdings starke Kritik in puncto Datenschutz: Alle Hersteller geben nämlich personenbezogene Daten an Drittfirmen weiter. Das gilt teilweise sogar für Kontaktinformationen von Freunden. Unterbinden kann der Nutzer das nicht. Bei TomTom steht diese Information immerhin im Kleingedruckten. Bei den anderen 12 Wearables aus dem Test ist das nicht der Fall.

Drohnen

Die kleinen ferngesteuerten Flugzeuge mit Kamera sind nach wie vor der Renner. Geräte, die unter 2 Kilogramm wiegen, dürfen auch ohne Führerschein gefolgen werden. Eine Drohne ist aber kein günstiges Hobby: Wer gute Qualität will, muss laut Stiftung Warentest ordentlich Geld in die Hand nehmen.

Drohne fliegen
Der Sonne entgegen: Mit einer guten Drohne kein Problem. Bild © picture-alliance/dpa

Die günstigeren Modelle gibt es schon ab 125 Euro. Die haben in der Regel aber kein Navigationssystem eingebaut und kommen deshalb stärker ins Driften. Es muss also viel nachgesteuert werden - selbst bei Windstille. Die Geräte mit GPS-Navigation erkennen, wenn sie ins Schlingern kommen und können ihre Position selbsttätig halten. Viele Modelle mit Navigation kommen sogar automatisch zurück, wenn der Akku zur Neige geht.

Am wichtigsten ist für Drohnen-Flieger aber die Bildqualität. Während die aufgenommenen Fotos und Videos bei den günstigeren Modellen eher unscharf, verrauscht oder farblos sind, liefert der Testsieger DJI Phantom bessere Qualität als die meisten Handy-Kameras. Mit 1940 Euro ist er allerdings alles andere als ein Schnäppchen.

Dafür ist die Drohne üppig ausgestattet, unter anderem mit Kollisionsschutz, und zeigt im Test die besten Flugeigenschaften. Somit ist sie für Anfänger bestens geeignet. Wer das nicht berappen möchte oder kann, ist mit der Parrot gut beraten. Für knapp über 500 Euro bekommt man eine mit "Gut" bewertete Drohne, die zwar keinen Kollisionsschutz hat, aber leicht zu steuern ist und gute Bilder liefert.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video Das Maintower-Expertentelefon: Drohnen

Ende des Videobeitrags

Wenn Ihr Euch für eine Drohne als Weihnachtsgeschenk entscheidet oder selbst einmal eine fliegen wollt, dann informiert Euch vorher gut über die möglichen Gefahren, die von einem Drohnen-Flug ausgehen. Stürzt eine fehlgesteuerte Drohne ab und trifft einen Menschen, kann das zu schweren Verletzungen führen. Was Ihr vor einem Flug mit einem ferngesteuerten Flugzeug alles beachten müsst, seht Ihr im Video von Maintower.

Sendung: hr3, "hr3 am Vorabend", 11.12.2017, 18:00 Uhr

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