Einbrecher, der nachts in Fenster einsteigt
Gerne schlagen Einbrecher in der Nähe von Autobahnen zu. Bild © picture-alliance/dpa

Davor hat fast jeder Angst: Dass ein Einbrecher einem die Wohnung durchwühlt. Doch wie kann man sich am besten davor schützen? Wir haben einen Profi gefragt.

Meistens kommen sie tagsüber, wenn niemand zu Hause ist. Sie durchwühlen blitzschnell alle Schubladen und Schränke und nehmen mit, was sich zu Geld machen lässt: Einbrecher. Letztes Jahr gab es in Hessen knapp 12.000 Einbrüche, nur jeder fünfte wurde aufgeklärt. Eine Horror-Vorstellung, wenn eine wildfremde Person sich durch Deine privatesten Dinge kramt!

Viele Hessen wollen sich vor Einbrechern schützen und sichern ihr Zuhause ab. Wir haben mit Polizeihauptkommissar Joachim Gölert von der Polizei Offenbach gesprochen, wie sinnvoll er die jeweiligen Sicherungsmaßnahmen findet. 

Fenster schließen?

Einbrecher steigt durch Fenster
Leichtes Spiel für einen Einbrecher: Ein gekipptes Fenster Bild © Imago

hr3-Hörer Harry macht grundsätzlich die Fenster zu, wenn er das Haus verlässt; auch gekippte Fenster schließt er und den Schlüssel im Haustürschloss dreht er immer zweimal um. Polizeihauptkommissar Joachim Gölert lobt das als "ersten richtigen Schritt. Ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher wie ein offenes Fenster. Und Haus- und andere Eingangstüren sollten so oft abgeschlossen werden, bis der Schlüssel sich nicht weiter drehen lässt; erst dann wirken die Schlösser als Schutz gegen Einbrecher." 

Sicherheitskette an der Wohnungstür?

Frau öffnet Tür, die mit einer Türkette gesichert ist
Türketten halten Einbrecher nur kurz auf Bild © Imago

hr3-Hörerin Petra benutzt eine Sicherheitskette an der Haustür, die sie auch außerhalb der Wohnung schließen kann; danach schließe sie die Tür zusätzlich ab. Hauptkommissar Gölert ist skeptisch: Er hält solche Sicherheitsketten nur für eine reine "Anwesenheitssicherung. Sie dient in erster Linie dazu, dass, wenn ich zuhause bin, die Tür nicht gleich offen und ein Trickbetrüger oder ein Trickdieb nicht gleich im Haus oder in der Wohnung ist. Wenn ich nicht zuhause bin, wird sie einen Einbrecher aber nur einen Moment aufhalten." 

Ein Hund zur Abschreckung?

Warnschild mit Aufschritt "Vorsicht Hund"
Bekommt keine Empfehlung vom Experten: Der Wachhund Bild © Imago

hr3-Hörerin Elke macht sich keine Sorgen über Einbrüche aller Art, denn sie hat einen Hund, "und der bellt bei jedem Menschen, egal, ob er ihn kennt oder nicht kennt, egal, ob da jemand vor der Tür steht oder reinkommt, er rastet immer aus." Der Hund sei zwar nicht gefährlich, aber das würde man ihm ja glücklicherweise nicht ansehen. Experte Gölert hält einen Hund nicht für den perfekten Einbruchsschutz: "Zwar kann ein Hund abschreckende Wirkung haben. Es gibt allerdings Täter, die mit Hunden gut zurechtkommen und auch einschätzen können, ob sie gefährlich sind oder nicht; gegebenenfalls wird dem Tier noch etwas angetan." 

Eine Alarmanlage?

Alarmanlage
Bei Alarmanlagen unbedingt auf das Prüfsiegel achten Bild © Imago

hr3-Hörerin Feli sichert ihr Zuhause mit einer Alarmanlage. Hauptkommissar Joachim Gölert findet das gut, ergänzt aber: "Wichtig ist, dass man auf geprüfte und anerkannte Anlagen setzt; da ist zum Beispiel die VdS-Anerkennung zu nennen, die man auf den Geräten anhand des entsprechenden Zeichens erkennt. Und dass die Anlagen an eine ständig besetzte Notrufstelle angeschlossen sind, damit der Alarm wirklich sofort entgegengenommen werden kann." 

Fensterschlösser helfen

Mann betrachtet im Baumarkt verschiedene Schlösser
Zusätzliche Schlösser helfen wirklich Bild © Imago

Vor der sogenannten Einbruchmeldetechnik ist für Gölert aber erst einmal die mechanische Grundsicherung entscheidend: "Verstärkungen von Fenstern, zum Beispiel durch zusätzliche Schlösser, oder aber die Türen noch sicherer zu machen, ist grundsätzlich wichtig, damit der Täter es überhaupt einmal schwer hat, in das Haus einzubrechen. Wenn am Haus dann keine Schwachstelle mehr bleibt, kombiniert man idealerweise mit einer Alarmanlage, die frühzeitig auslöst, bevor der Täter die Grundsicherung überwunden hat."

Noch mehr wichtige Tipps zur richtigen Sicherung Eurer Wohnung findet Ihr unter www.k-einbruch.de und wo es die nächste polizeiliche Beratungsstelle gibt, könnt Ihr auf www.polizei-beratung.de nachschauen.

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