Gemüsechips
Bild © Imago

Gemüsechips scheinen den Traum von der gesunden Knabberei endlich wahr werden zu lassen. Oder? Was Ihr über den neuen Trend im Chips-Regal wissen müsst - und wie Ihr ihn zuhause nachmachen könnt.

Sie sind derzeit in jedem Supermarkt zu sehen: Gemüsechips. Die Knabberei aus Roter Bete, Pastinake, Süßkartoffel und Karotte scheint dem Dauerbrenner Kartoffelchips den Rang abzulaufen. Aber ist sie wirklich so viel gesünder?

Stiftung Warentest hat die frittierten Gemüsescheibchen mal genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurde festgestellt: Die bunten Chips kommen zwar gesund daher, sind aber genauso ungesund wie Kartoffelchips. Sie enthalten im Vergleich zwar weniger Salz und mehr Ballaststoffe, dafür aber mehr Fett und noch viel mehr Zucker als gewöhnliche Kartoffelchips - und fast genauso viele Kalorien. Nämlich durchschnittlich 523 Kalorien pro 100 Gramm. Bei Kartoffelchips sind es im Schnitt 527 Kalorien bei gleicher Menge.

Dabei ist der Zucker in den Gemüsechips nicht einmal zugesetzt. In Rote Bete und Süßkartoffeln zum Beispiel steckt von Natur aus viel mehr davon. Durch das Trocknen der Gemüsestückchen erhöht sich die Konzentration dann sogar noch. Im Test von Stiftung Warentest ist außerdem etwas anderes aufgefallen: Die Gemüsechips enthalten sehr viel Acrylamid und Nitrat - beides gilt als krebserregend.

Besser: Selbermachen!

Wer jetzt trotzdem nicht auf Gemüsechips verzichten möchte - immerhin bieten sie mal eine geschmackliche Alternative zu den ollen Kartoffelchips und machen auch optisch was her - sollte einfach mal den eigenen Backofen anschmeißen. Da werden die Gemüsescheiben nämlich deutlich schonender gebacken als das in der Fritteuse der Fall ist. Und schwer ist das auch nicht!

Rote Bete Chips

Rote Bete Chips
Bild © Imago

Zutaten:

  • 400g Rote Bete
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz (z.B. Meersalz)

Zubereitung:
Den Ofen auf 130 Grad vorheizen. Die Rote Bete schälen, in etwa 2 Milimeter dünne Scheiben hobeln und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backbleich so verteilen, dass sie nicht übereinander liegen. Anschließend mit dem Öl bestreichen und salzen. Dann kommen sie für 50 Minuten in den Ofen. Wenn Ihr ab und zu die Backofentür öffnet und so den Dampf entweichen lasst, werden die Chips richtig knusprig!

100 Gramm dieser selbstgemachten Rote Bete Chips haben etwa 300 Kalorien - also immerhin 200 Kalorien gespart! Wer keine Rote Bete mag, kann das Rezept auch mit anderen Gemüsesorten abwandeln. Besonders gut eignen sich zum Beispiel Möhren, Pastinaken und Süßkartoffeln. Aber auch Wirsing, Rettich oder Grünkohl geben gebacken eine gute Knabberei ab.

Geröstete Kichererbsen

Geröstete Kichererbsen
Bild © Imago

Wer keine Lust auf Gemüseschnippeln hat, probiert es einfach mal mit Kichererbsen aus. Und zwar so:

Zutaten:

  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Meersalz
  • 2 TL Gewürzpulver nach Geschmack (z.B. Curry, Paprika oder Knoblauch)

Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kichererbsen abgießen und kurz abspülen, anschließend trocken tupfen. Gebt die Kichererbsen gemeinsam mit dem Öl in einen Gefrierbeutel mit Reißverschlussund schüttelt ihn, sodass sich alles gut vermischt. Dann den Inhalt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und für etwa 40 Minuten rösten. Zwischendrin die Kichererbsen immer wieder wenden und durchrütteln, damit sie nicht verbrennen. Wenn sie gut knusprig sind, gebt Ihr sie in eine Schüssel und bestreut sie mit dem Salz und dem Gewürz Eurer Wahl. Durchmischen, abkühlen lassen - fertig!

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 29.08.2017, 09:30 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
voting voting

Herz verschenken und
In-Ear-Kopfhörer MOVE PRO
von Teufel gewinnen

Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit