Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) und der Leiter der Politik und Sozialforschung der Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH), Peter Matuschek, geben am 03.01.2018 in Berlin eine Pressekonferenz zum Ernährungsreport 2018
Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) und der Leiter der Politik und Sozialforschung der Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH), Peter Matuschek, geben am 03.01.2018 in Berlin eine Pressekonferenz zum Ernährungsreport 2018 Bild © picture-alliance/dpa

Der Ernährungsreport 2018 wurde vorgestellt und zeigt: Die Deutschen trinken hauptsächlich Wasser, bevorzugen regionale Produkte und legen Wert auf Tierwohl.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat 1.000 Deutsche gefragt, wie sie sich ernähren, wie sie einkaufen und ob sie überhaupt noch selber kochen. Das Ergebnis ist der "Ernährungsreport 2018", der am 3. Januar 2018 mit dem Titel "Deutschland, wie es isst" vorgestellt wurde.

Den Tieren soll es gut gehen

Die gute Nachricht für alle, denen das Wohl der Tiere am Herzen liegt: Ihr seid nicht alleine! Tatsächlich liegt den Deutschen das Wohl der Tiere in der Landwirtschaft am Herzen und nicht wenige wären bereit, für bessere Tierhaltung auch tiefer in die Tasche zu greifen. 47% wären auf jeden Fall bereit, mehr zu bezahlen, während 43% "eher zustimmen" würden. Macht in der Summe 90 Prozent, die mehr auf den Tisch legen würden. Nur 2% wollen auf keinen Fall mehr bezahlen. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass die Top-Erwartung an die Landwirtschaft lautet: Artgerechte Tierhaltung. 66% haben das angegeben, gefolgt von der Qualität der Produkte, die 62% sehr wichtig ist.

Stadt vs. Land und Jung vs. Alt

Passend dazu sind sich zumindest in einem Punkt fast alle einig: Es muss schmecken! Für 99 Prozent liegt der Geschmack an erster Stelle, 92 Prozent wollen dazu noch, dass ihr Essen gesund ist. Wenig überraschend: Ältere Menschen (ab 60 Jahre: 96%) legen mehr Wert auf gesundes Essen als junge Leute (bis 18 Jahre: 81%) und mehr Frauen (96%) als Männer (88%). Und in der Stadt möchte man sein Essen schneller zubereiten können (54%) als auf dem Land (40%).

Was kommt auf den Tisch?

Spitzenreiter bei den Deutschen: Gemüse
Spitzenreiter bei den Deutschen: Gemüse Bild © picture-alliance/dpa

Schaut man den Leuten auf den Teller und in die Gläser, dann sieht man: Es wird viel Obst und Gemüse gegessen und viel Wasser getrunken. 72% essen täglich Obst und Gemüse, nur 30% hingegen Fleisch und Wurst. 91% trinken dazu jeden Tag Wasser, nur 24% brauchen täglich Süße in Form von Softdrinks oder Säften. Kaffee und Tee sind ebenfalls sehr gefragt: 84% gönnen sich täglich ein derartiges Heißgetränk.

Die Deutschen kochen viel und gern

Im Fernsehen sind Kochsendungen sehr beliebt, doch der Deutsche will nicht nur zuschauen, sondern auch selber kochen: 73% ab 14 Jahren kochen gerne und 43% sogar täglich. Man geht aber auch gerne mal aus: 43% essen mindestens einmal pro Woche außer Haus, 74% immerhin einmal im Monat im Restaurant. Nur 5% gehen nie ins Restaurant. Am Mittag ist die Lunchbox für viele Klassiker: 56% bringen sich ihr Essen von zu Hause mit. Nur 36% versorgen sich in einer Kantine, am Imbiss oder im Restaurant.

Die Herkunft der Nahrung ist wichtig

Wenn es um die Informationen auf der Verpackung geht, dann gibt es mehrere Angaben, die viele haben wollen: Jeweils 79% wollen ein "Tierwohllabel" haben, etwas über die regionale Herkunft erfahren, die Inhalts- und Zusatzstoffe abrufbar haben und eventuelle Warnhinweise vorfinden. 73% schauen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch Angaben zur Umweltverträglichkeit, Gentechnik oder fairen Produktion sind wichtig. All das bedeutet aber nicht, dass der Deutsche einfach blind jeden Preis zahlt, so lange die Labels und die Inhaltsstoffe stimmen: 57% achten natürlich auch auf den Preis.

Weitere Informationen

Wer mehr wissen möchte: Alle Infos zum Ernährungsreport inklusive PDF zum downloaden gibt es auf der Website des BMEL.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "hr3 am Nachmittag", 03.01.2018, 15 Uhr

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