Insektizidverbot zur Bienenrettung?
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Eine hr-Datenanalyse zeigt: Es gibt immer weniger Wildbienen. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle für Landwirte. Es gibt aber ein paar Tipps, mit denen Ihr die Bienen unterstützen könnt.

Eine Analyse des hr-Datenteams zeigt: Die Wildbienen sind bedroht. Und das könnte dramatische Folgen für die Landwirtschaft haben, schließlich sind Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene, Holzbiene oder auch die Hummel für Ertrag und Qualität der Ernten in Hessen zuständig. Die gute Nachricht aber: Wir alle können den Wildbienen helfen.

Tipp 1: Nahrung bereitstellen

Biene in einer Blume
Krokusse sind eine gute Nahrungsquelle für Wildbienen. Bild © Colourbox.de

Das macht Ihr, indem Ihr in Eurem Garten oder auf Eurem Balkon heimische Pflanzen und ihre Wildformen anpflanzt. Im Idealfall bietet Ihr den Wildbienen von März bis Oktober eine Blütenpracht. Im Frühjahr könnt Ihr mit Winterlingen, Krokussen oder Leberblümchen anfangen. Auch Korbblütler (z.B. Sonnenblume und Margerite), Lippenblütler (z.B. Thymian und Lavendel), Schmetterlingsgewächse (z.B. Ginster und Lupine) und Stauden (z.B. Lilien, Enzian) sind Bienenfreundlich.

Tipp 2: Platz zum Nisten schaffen

Die dunkelfransige Hosenbiene nistet unterirdisch
In weichem Boden aus Sand oder Löss kann die dunkelfransige Hosenbiene gut Löcher zum Brüten bohren. Bild © Imago

Drei Viertel der Wildbienen-Arten legen ihre Nester unterirdisch im offenen Boden an. Um ihnen Nistplätze zu schaffen, könnt Ihr einfach offene Flächen in Eurem Garten bereithalten, auf denen nichts steht oder an denen nichts eingepflanzt ist. Der Boden sollte an dieser Stelle möglichst weich sein. Löss bietet sich zum Beispiel an, darin können die Bienen gut ihre Brutplätze bohren.

Für die oberirdisch nistenden Wildbienen könnt Ihr entweder fertige Nisthilfen kaufen oder selbst Nistkästen bauen. Dazu eignet sich zum Beispiel eine künstliche Steilwand mit vorgebohrten Löchern. Legt ruhig unterschiedlich große Löcher an (zwischen 2 und 9 Milimeter groß und mindestens 15 Zentimeter tief). Wichtig ist auch hier die Materialwahl: Sand, Löss und Lehm eignen sich gut.

Tipp 3: Richtig einkaufen

Bio-Zitrone
Wer beim Einkaufen auf Bio achtet, unterstützt die Pestizid-freie Landwirtschaft - und damit auch die Wildbienen. Bild © picture-alliance/dpa

Bewusster Konsum hilft auch den Wildbienen. Wenn wir im Supermarkt weniger Fleisch kaufen und vermehrt zu Bio-Produkten greifen, stärken wir damit die Pestizid-freie Landwirtschaft. So können wir den Bienen über einen zweiten Weg unter die Arme greifen.

Sendung: hr3, "hr3 am Vorabend", 17.08.2018, 17:30 Uhr

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