Stinkwanze
Wird in Hessen gerade zum Problem: die Stinkwanze. Bild © picture-alliance/dpa

Viele Hessen haben im Moment Mitbewohner - die Stinkwanzen machen sich breit. Die gute Nachricht dabei: Die ungebetenen Gäste sind nicht gefährlich und lassen sich einfach bekämpfen.

Die Marmorierte Baumwanze kennen wir hierzulande als "Stinkwanze". Der Spitzname ist Programm: Wenn sich die Wanze bedroht fühlt, spritzen sie mit einer stinkenden Flüssigkeit um sich - und der Geruch hält sich im schlimmsten Fall ein paar Tage. Für uns Menschen ist sie ungefährlich, für Gärtner allerdings eine richtige Plage: Die Tiere saugen nämlich an Früchten und Gemüse, was zu Verfärbungen und Deformierungen führt.

Ursprünglich kommt die Marmorierte Baumwanze aus Ostasien. Mit Zierpflanzen-Transporten sind sie nach Europa gereist und dann von Liechtenstein über die Schweiz den Rhein hoch zu uns Hessen gewandert. Durch den heißen und trockenen Sommer haben sich die Tiere besonders viel vermehrt. Wenn es abends kühl wird, machen sie sich auf die Suche nach einem warmen Plätzchen - und kriechen in die Häuser.

Wie Ihr verhindert, dass sie zu Euch kommen

Hand schließt ein Fenster.
Wenn Ihr Stinkwanzen fernhalten wollt, solltet Ihr Fenster und Türen abends geschlossen halten. Bild © Colourbox.de

Achtet darauf, dass Ihr abends die Fenster und Türen geschlossen haltet. Wenn die Insekten es dennoch ins Haus schaffen, solltet Ihr zum Beispiel die Fensterrahmen auf Ritzen untersuchen und sie gegebenenfalls abdichten. Auch Fliegengitter können helfen. Wichtig dabei: die richtige Passform! Sonst können sich die Wanzen seitlich vorbeidrücken.

Wer einen Garten hat, kann noch zwei andere Tipps anwenden: Sobald die Temperaturen im Frühjahr ansteigen, legen die Stinkwanzen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab. Mit einem Stock könnt Ihr sie von da entfernen – lasst sie am besten in einen Eimer mit Seifenlauge fallen.

Eine andere Möglichkeit ist es, gelbe Klebefallen im Garten auszulegen. Stinkwanzen werden von der Farbe Gelb nämlich angezogen. Das bedeutet allerdings auch: Sie fliegen besonders auf gelbe Pflanzen!

Die Wanzen sind doch in die Wohnung gekommen?

Bloß nicht zerdrücken! Dann geben sie nämlich ihr stinkendes Sekret ab. Besser: Mit einem Papierhandtuch, einem Glas oder einer Plastiktüte fangen und vor die Tür setzen. Wenn Ihr ganz sicher sein wollt, dass die Wanze nicht mehr zurückkommt, könnt Ihr sie auch in Seifenwasser legen. Sie ertrinken darin sehr schnell und der Seifengeruch überdeckt den Gestank.

Eine Frau mit einem Staubsauger
Eine Möglichkeit, um die Eindringline loszuwerden: einsaugen! Bild © Colourbox.de

Ihr könnt sie natürlich auch einsaugen. In einem beutellosen Staubsauger kann der Geruch allerdings hängen bleiben. Wenn Ihr einen Staubsauger mit Beutel habt, solltet Ihr den häufiger wechseln.

Erfolg im Kampf gegen Stinkwanzen soll auch ein Gemisch aus Wasser und Essigessenz bringen: Einfach zwei Teile Wasser mit einem Teil Essigessenz mischen, in eine Blumenspritze geben und draußen an Fensterrahmen und Terrassentüren versprühen. Das soll abschreckend auf die Insekten wirken.

Videobeitrag
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Video

zum hessenschau.de Video Wanzenplage schreckt Hessen

Ende des Videobeitrags

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 17.10.2018, 05:00 Uhr

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