Joggingschuhe

Die Sonne knallt vom Himmel und der Schweiß läuft in Strömen. Auch für den Körper ist die Hitze eine zusätzliche Belastung. Wie Ihr trotzdem gut durch die heißesten Tage kommt.

Wie trinke ich richtig bei der Hitze?

Mann trinkt Wasser in der Sommerhitze

Viel trinken ist wichtig! Allerdings brauchen wir die richtigen Getränke. Alkohol gehört nicht dazu, denn der dehydriert den Körper noch mehr. Besser sind Wasser oder Saftschorlen. Auch eine lauwarme Gemüse- oder Rinderbrühe kann ein gutes Zwischengetränk sein, um den Salzgehalt des Körpers wieder aufzufüllen. Achtung: Die Getränke sollten weder eisgekühlt noch heiß sein - wenn der Körper beim Trinken starke Temperaturunterschiede ausgleichen muss, strengt ihn das an.

So bringen Ventilatoren wirklich was

Durch die sich bewegende Luft vermittelt ein Ventilator das Gefühl von Abkühlung, ohne die Luft wirklich kälter zu machen. Wesentlich effektiver wird er, wenn man davor eine Schüssel mit Eiswürfeln platziert. Dann wird die Luft tatsächlich kühler.

Kann ich trotz Hitze Sport machen?

Die Mittagshitze ist natürlich kein besonders guter Zeitpunkt für Sport. Aber morgens, nachmittags oder abends könnt Ihr ruhig sporteln. Beschränkt Euch dabei aber auf maximal eine Stunde, sonst droht ein gefährlicher Abfall der Natriumkonzentration im Blut. Vor dem Sport solltet Ihr auch schon viel Wasser trinken – am besten etwa einen dreiviertel Liter in der Stunde vor der Belastung, rät Sportmediziner Dr. Thomas Heddäus.

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Gefährliche Hitze - Was mit Eurem Körper passiert

Haltet Ihr Euch länger in der Sonne auf oder macht gar Sport bei Hitze, kann Eure Körpertemperatur auf über 40 Grad steigen. Euer Organismus ist mit der Kühlung des Körpers überfordert und die Wärmeregulierung fällt aus. Das hat einen Wärmestau zur Folge. Die Auswirkungen können dabei tödlich sein. Denn der Kreislauf kollabiert - es kann sogar bis zum Herzstillstand kommen.

Es gilt: Bei Muskelkrämpfen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche oder Übelkeit das Training sofort abbrechen, einen kühlen Ort aufsuchen und viel trinken.

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Beim Sport selbst ist es ebenfalls wichtig, genügend Trinkpausen einzulegen. Experten empfehlen etwa alle 15 Minuten mindestens 100 ml stilles Wasser in kleinen Schlücken zu trinken. Um die Salzkonzentration im Körper zu unterstützen, könnt Ihr auch ein bis zwei Prisen Salz ins Wasser hinzufügen. Auch die richtige Sportkleidung kann den Unterschied machen: Je atmungsaktiver sie ist und je mehr nackte Haut Ihr zeigt, desto mehr wird der natürliche Abkühleffekt unterstützt. Außerdem solltet Ihr Sonnencreme auftragen und auch eine Sonnenbrille kann bereits morgens oder abends beim Sport getragen werden. Optimalerweise nutzt Ihr auch einen Kopfschutz.

Behaltet auch während des Sports Euren Puls im Blick. Liegt er etwa 20 über Eurem normalen Sport-Puls-Wert, dann ist das ein Zeichen, Euer Tempo beziehungsweise die Intensität zu drosseln oder gar eine kleine Pause einzulegen.

Wählt einen geeigneten Ort für Euren Sport aus. Vermeidet dabei direkte Sonneneinstrahlung und wählt lieber Wald, schattige Parks oder Eure eigenen vier Wände. Ist das Training beendet, duscht Ihr am besten lauwarm und auf keinen Fall kalt. Sonst kann es zu einem Kälteschock kommen. Und: Gewöhnt den Körper langsam an die neue Temperatur.

Was tun, wenn ich zu viel Sonne abbekommen habe?

Zu viel Sonne kann Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit verursachen. Das sind Anzeichen dafür, dass der Körper überhitzt ist. Ein "Sonnenstich" oder Hitzschlag kann die Folge sein. Wer sich nicht gut fühlt, sollte sofort raus aus der Sonne, etwas trinken und ab ins Bett oder auf die Liege. Bei starken Symptomen wie Erbrechen, Fieber oder Bewusstlosigkeit sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Wie schlafe ich auch bei Hitze nachts gut?

Tagsüber gilt: Rolläden runter und die Hitze aussperren. Dafür sollten die Fenster dann aber nachts und in den frühen Morgenstunden aufgemacht werden, damit die (hoffentlich) kühlere Luft ins Zimmer kann. Atmungsaktive, leichte Schlafkleidung ist außerdem eine gute Idee.

Ein Mädchen sitzt vor einem Ventilator

Von einem Ventilator, der die Nacht durchbrummt, solltet Ihr allerdings die Finger lassen. Damit kühlt der Körper möglicherweise zu schnell aus und Ihr wacht am nächsten Morgen mit einem Schnupfen oder einem steifen Nacken auf.

Besser: Füllt eine Wärmflasche mit Wasser und legt sie den Tag über in den Kühlschrank. Abends legt Ihr Euch dann im Bett auf die Seite und platziert die Wärmflasche zwischen Knie und Oberschenkel. Das kühlt die Gefäße und hält auch ziemlich lang.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 03.07.2018, 09:30 Uhr

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