Vertrocknetes Gras Frankfurt August 2018
Für diese Frankfurter Nilgans gab es in diesem Sommer nicht allzu viel Gras. Bild © picture-alliance/dpa

Die Trockenheit in den Sommermonaten hat den Grünflächen zugesetzt: Statt saftigem Rasen gibt es in den meisten Gärten und Parks kahle Flächen. Unser Garten-Experte verrät, was jetzt zu tun ist.

Die Hitzewelle in Hessen hat die Natur in Stress versetzt. Genauer: in Trockenstress. Um ihre Blätter vor zu starker Verdunstung zu schützen, haben zum Beispiel die Bäume ihren Stoffwechseln heruntergefahren. Teilweise haben sie sogar noch härtere Maßnahmen ergriffen: Um die Verdungstungsoberfläche zu verringern, sind die Bäume in einen verfrühten Herbstmodus übergegangen, wodurch die Blätter früher als sonst vertrocknet und heruntergefallen sind.

Herbstbaum
Jetzt gibt es endlich buntes Herbstlaub. Bild © picture-alliance/dpa

Weil dem Baum dabei aber die Zeit gefehlt hat für die typische Herbstfärbung, waren diese Blätter meist braun oder grün. Weil 2018 aber ein sogenanntes Mastjahr ist und die Bäume besonders viele Samen tragen, gibt es auch jetzt noch genügend Herbstlaub- und diesmal ist auch genügend Zeit für die Färbung.

Erholt sich mein Rasen wieder?

Keine Sorge: Gras ist widerstandsfähig. Auch im Mittelmeerraum, wo Rasen häufiger Trockenheit ausgesetzt ist, kommt er schließlich immer wieder. Auch unser hr3-Gartenexperte Rainer Schecker rät zur Geduld: "Die Übereifrigen sollten ihren Eifer woanders rauslassen, vielleicht in den Liegestuhl legen und einen Schoppen trinken."

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Wenn Euer Rasen aktuell noch so ausseht: Gebt ihm noch etwas Zeit zum Erholen! Bild © hr

Gebt Eurem Rasen also ruhig noch etwas Zeit. Mitte Oktober könnt Ihr ihn dann nochmal genauer unter die Lupe nehmen und kahle Stellen nachsäen. Am besten greift Ihr zu einer Mischung aus unterschiedlichen Grasarten - so sind sicher auch Arten dabei, die mit den gegebenen Bodenverhältnissen gut klarkommen.

Nicht zu kurz mähen

Vor dem Säen raut Ihr den kahlen Boden mit einem Rechen an oder vertikutiert ihn. Danach gebt Ihr den Samen auf die Erde und wässert ihn ordentlich. Ganz wichtig: Die neue Saat darf nicht austrocken! Sorgt also dafür, dass der Boden immer feucht genug ist.

Wenn der Rasen dann nachgewachsen ist, darf gemäht werden. Aber nicht zu kurz: Die Deutsche Rasengesellschaft rät, eine Schnitthöhe von 4 Zentimetern einzuhalten. Je tiefer geschnitten wird, desto empfindlicher ist nämlich der Rasen. "Man muss den Rasen jetzt wirklich beobachten. Aber Weile ist momentan besser als Eile", weiß Rainer Schecker.

Weitere Informationen

Achtet auch darauf, das heruntergefallene Herbstlaub regelmäßig einzusammeln - der Rasen bekommt darunter nicht genügend Licht. Verwendet Ihr einen Kalium-haltigen Dünger, sorgt Ihr außerdem dafür, dass die Zellwände der Grashalme gestärkt werden.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 04.10.2018, 05:00 Uhr

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