Schild an der Autobahn mit der Aufschrift "Stop Falsch", das Falschfahrer verhindern soll.
Rund 80 Unfälle lösen Falschfahrer jährlich in Deutschland aus. Bild © picture-alliance/dpa

Am vergangenen Wochenende erlebte Katharina aus Butzbach den Schrecken ihres Lebens: Ein betrunkener Geisterfahrer krachte in ihr Auto. Der ADAC gibt Tipps, wie Ihr die Gefahr eines Unfalls mit einem Falschfahrer verringern könnt.

Für Katharina aus Butzbach (Wetterau) wurde der Rückweg von einer Halloween-Party zur absoluten Horror-Fahrt: Auf der A5 zwischen Eberstadt und Darmstadt kam ihr auf der linken Spur ein 40-Tonner entgegen. Dessen Fahrer war betrunken 21 Kilometer lang als Geisterfahrer über die A67 und die A5 gefahren. Die 32-Jährige und ihr Beifahrer hatten riesiges Glück im Unglück: Durch Katharinas schnelle Reaktion schrammte der Lkw ihr Auto nur seitlich. Ihr Wagen wurde zwar schwer demoliert, sie wurden aber nur leicht verletzt und konnten selbstständig aussteigen.

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Rund 80 Unfälle lösen Falschfahrer jährlich auf deutschen Straßen aus. Das endet häufig weniger glimpflich als im Fall von Katharina. Auswertungen zeigen: Geisterfahrer sind besonders am Wochenende unterwegs. 20 Prozent aller Falschfahrten wurden laut ADAC an Sonntagen, 17 Prozent an Samstagen registriert. In den Sommermonaten und zwischen 22 und 5 Uhr morgens ist die Gefahr noch höher.

Wenn ein Geisterfahrer in der Nähe ist

Mit einigen Verhaltensregeln könnt Ihr die Gefahr eines Unfalls mit einem Falschfahrer deutlich verringern. Der ADAC gibt dazu 8 Tipps an die Hand.

  1. Geschwindigkeit verringern
  2. Warnblinker anschalten
  3. Auf dem äußeren rechten Fahrstreifen fahren
  4. Nicht überholen
  5. Ausreichend Abstand zum Vordermann halten
  6. Den nächsten Parkplatz oder die nächste Abfahrt ansteuern
  7. Den Seitenstreifen im Auge behalten, sodass Ihr im Notfall ausweichen könnt
  8. Aufmerksam den Verkehrsfunk hören, um zu wissen, wann die Gefahr vorüber ist

Wenn Ihr selbst versehentlich falsch fahrt

Auch das ist denkbar: Ihr seid aus irgendwelchen Gründen auf die falsche Spur gelangt oder habt die Abfahrt falsch genommen. Jetzt ist wichtig: Nicht in Panik geraten und nicht einfach stehen bleiben! Auch hierfür gibt es Verhaltensregeln:

  1. Sofort Licht und Warnblinker anschalten
  2. Umgehend an den nächsten Fahrbahnrand fahren
  3. Das Fahrzeug dicht neben der Schutzplanke abstellen
  4. Vorsichtig aussteigen und hinter die Schutzplanke stellen
  5. Den Notruf 110 wählen und auf Hilfe warten
  6. Ganz wichtig: nicht wenden!
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"Ghostbuster"

Bis es überhaupt zu einer Meldung kommt, befinden sich Geisterfahrer häufig schon zehn bis 15 Minuten auf der falschen Fahrbahn – und gefährden damit sich und andere Verkehrsteilnehmer. Um diesen Zeitraum zu verkürzen, haben drei Studierende der Universität des Saarlandes "Ghostbuster" entwickelt: Dabei werden solarbetriebene Sensoren in die Leitpfosten am Straßenrand integriert. Sie erkennen die vorbeifahrenden Fahrzeuge und deren Fahrtrichtung. Damit können Geisterfahrer sogar schon gewarnt werden, bevor sie falsch auf eine Autobahn auffahren. Sollte der Fahrer trotz dieser Warnung auf die Autobahn gelangen, sendet "Ghostbuster" selbstständig ein Notrufsignal. Für ihre Idee wurden die Studierenden 2017 mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr3, "Die Kate Menzyk Show", 06.11.2018, 13:30 Uhr

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