Rauchfrei
Euch fällt es schwer, das Rauchen aufzugeben? Diese Apps helfen Euch debei. Bild © Imago Images

Wenn Rauchfrei-Apps eins können, dann ist es motivieren. Wir haben drei für Euch getestet. Welche die beste für jeden Typ ist, seht Ihr hier. Außerdem gibt es ein tolles "rauchfrei"-Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Der Ansatz ist bei allen Apps gleich: Ihr gebt ein, wie viel Ihr geraucht habt, wie teuer Eure Stängel waren und wann Ihr aufgehört habt. Dann könnt Ihr Eure Ersparnisse und Euren gesundheitlichen Fortschritt jederzeit abrufen. Das allein ist schon echt motivierend.

Smoke Free

Smoke Free
Bei Smoke Free könnt ihr ein Ziel angeben, für das ihr durch das rauchfreie Leben sparen wollt. Bild © YOU FM, Smoke Free

Bei Smoke Free könnt Ihr außerdem jedes Mal, wenn Euch das Verlangen packt, eine Notiz anlegen inklusive der Info, ob Ihr durchgehalten habt. Eure schwachen Momente könnt Ihr Euch dann auch in einer Grafik sehen und im besten Fall merken, dass es immer weniger werden. Außerdem bekommt Ihr Tipps, zum Beispiel was Ihr stattdessen snacken könnt oder wie sich Unternehmungen an der frischen Luft auf Euer Verlangen auswirken.

Im ersten Monat gibt es jeden Tag eine Herausforderung oben drauf, so könnt Ihr easy kleine Erfolge feiern. Ihr könnt Euch To-do-Listen zur Ablenkung und individuelle Ziele anlegen und seht dann zum Beispiel auch, wann Ihr durch das Aufhören zum Beispiel ein neues Fahrrad erspart habt. Die App gibt es für Android und iOS.

Quit Now!

Quit Now!
Quit Now! zeigt euch an, wie sich eure Gesundheit seit dem Aufhören verbessert hat. Bild © Quit Now!, YOU FM

Bei Quit Now könnt Ihr Euch mit anderen Nutzern austauschen, die den gleichen Versuch gestartet haben wie Ihr. Tipps und Motivation gibt es also viel persönlicher. Und anders als die beiden anderen Apps bezieht Quit Now bei den Gesundheitsberechnungen auch die Dauer mit ein, die Ihr geraucht habt. Die App könnt Ihr Euch im Google Play Store und im App Store runterladen.

Kwit

Kwit
In Kwit könnt ihr genau nachlesen, wie viele Zigaretten und Geld ihr schon gespart habt. Bild © YOU FM, Kwit

Hier ist das Ganze ein bisschen mehr wie ein Spiel angelegt. Ihr gewinnt Trophäen und beweist Eure Willensstärke, in dem Ihr Punkte sammelt – sinkt der Punktestand, sind auch Eure Trophäen weg und Ihr müsst wieder neu starten. Auch wenn Ihr grade einen Verlangensmoment habt, bekommt Ihr eine konkrete Aufgabe, was Ihr statt Rauchen machen sollt. Zum Beispiel JETZT SOFORT zu Eurem Lieblingssong tanzen. Die App gibt es für Android und iOS.

Welche App ist für wen?

Das kommt ganz auf Euch an. Bei Smoke Free könnt Ihr Euch super Ziele setzen und mit individuellen To-do-Listen ablenken. Kwit macht das Ganze spielerischer. Bei Quit Now! könnt ihr Euch mit anderen frischen Nichtrauchern austauschen. Alle drei Apps sind in der Basisversion für Android und iOS kostenlos.

Rauchfrei ohne App: mit dem Programm der BzgA

Wer lieber auf andere Art und Weise mit dem Rauchen aufhören möchte, ist bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gut aufgehoben: Mit dem "rauchfrei"-Ausstiegsprogramm möchte die BzgA eine Art stützendes "Geländer" und "Wegweiser" sein. 5.500 Menschen rufen dort täglich an, um sich im Vorhaben "rauchfrei" von den Beratern, den "Rauchfrei-Lotsen", unterstützen zu lassen.

Die Lotsen sind ganz individuell für die Betroffenen da und begleiten sie bei ihrem Weg rauchfrei zu werden. Die Lotsen werden extra für diese Aufgabe geschult, damit sie unterstützen können und die richtigen Worte finden, erklärt Michaela Goecke, Leiterin des Suchtreferates in der BzgA, hr3 im Interview: "Das ist sehr schön, weil das eine sehr persönliche Verbindung herstellt."

Eine abgebrannte Zigarette liegt auf dem Tisch
"Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte diesen Vorsatz ganz tief in seinem Herzen haben." Bild © Photo by Basil MK from Pexels

21 Tage lang erhalten Betroffene Informationen und Empfehlungen zum Rauchstopp. In Selbsttests können die eigene Tabakabhängigkeit und die Ausgangsmotivation herausgefunden werden. "Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte diesen Vorsatz ganz tief in seinem Herzen haben. Es ist nicht möglich, dass der Berater oder die Beraterin am Telefon das übernimmt", so Michaela Goecke.

Ein großer Teil des Programms widmet sich außerdem positiven Alternativen zum Rauchen. So sollen neue Motivationshilfen wie zum Beispiel Entspannungsübungen oder Sport ausfindig gemacht und genutzt werden. Außerdem wird eine individuelle Erfolgsstatistik angelegt über die rauchfreien Tage. Ein Ersparnis-Rechner zeigt an, wie viel Geld eingespart wird, weil keine Zigaretten mehr gekauft werden. In der Community kann man sich mit anderen austauschen und gegenseitig motivieren.

Alle Infos zum rauchfrei-Programm der BZgA findet Ihr unter www.rauchfrei-info.de.

Sendung: hr3, "hr3 am Samstagvormittag", 29.12.2018, 09:00 Uhr

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