Thermomix
Der Thermomix gilt als das Nonplusultra unter den Küchenmaschinen. Kann der Aldi-Klon da mithalten? Bild © picture-alliance/dpa

Hacken, rühren, garen und alles ohne viel dafür zu tun. Der Thermomix hat nicht nur unter Köchen sehr viele Fans. In dieser Woche präsentiert Aldi seine eigene Version des kultigen Küchenhelfers. Ob er mit dem Original mithalten kann, erfahrt Ihr hier.

Schlechte Kopie oder gute Alternative? Am 22. Oktober bringt Aldi-Nord seine neueste Küchenmaschine Quigg, die dem beliebten Thermomix  ähnelt, in die Märkte. Ab dem 25. Oktober gibt es das Gerät dann in den Läden von Aldi-Süd.

Weitere Informationen

Der Aldi-Äquator

Quer durch Hessen verläuft aktuell die Grenze zwischen Aldi Nord und Aldi Süd: nämlich zwischen Sinn und Herborn. Hier sind es gerade mal vier Kilometer, die Süd von Nord trennen. Die unterschiedlichen Sortimente und Schnäppchen sorgen manchmal für regen "Grenzverkehr" in Mittelhessen.

Ende der weiteren Informationen

Und der Andrang ist voraussichtlich groß: Als es die Küchenmaschinen vor zwei Jahren schon einmal im Angebot gab, musste sogar die Polizei kommen, weil die Leute sich bei Aldi ziemlich in die Haare bekommen haben. Lohnt es sich denn trotzdem, sich ins Getümmel zu stürzen?

Was kann der Küchenhelfer?

Aldi Küchenmaschine Quigg Ambiano
Aldi-Süd bietet ab 25. Oktober seine Küchemaschine "Ambiano" zum Kampfpreis von 229 Euro an. Bild © Aldi

Die Modelle Quigg (Aldi-Nord) und Ambiano (Aldi-Süd) haben einen Dampfgarer und können außerdem mixen, wiegen, hacken, mixen und kneten. Der Mixbehälter fasst 2,2 Liter, hat eine Leistung von 1.200 Watt – und kann sich mit dem WLAN verbinden. Es gibt sogar eine eigene App mit Rezeptvorschlägen und Einkaufslisten. 

Preislich liegen zwischen dem Original-Thermomix und der Aldi-Variante natürlich Welten: Während ersterer 1.200 Euro kostet, gibt es die Maschine beim Discounter schon für 229 Euro.

Der Vergleich zum Original

Verschiedenen Testberichten zufolge hat die Thermomix-Alternative aber auch einige Nachteile. Demnach ist das Gerät ziemlich laut und piepst bei jedem Arbeitsschritt. Der Füllbehälter ist nicht spülmaschinengeeignet und auch die Schnittqualität wird nur als ausreichend bezeichnet.

Negativ: Die Waage sitzt beim Aldi-Gerät außerhalb des Behälters und ist nicht integriert, es gibt keine Such- und Community-Funktion, im Vergleich zum Thermomix hat er mit 1.500 Watt weniger Leistung.  

Thermomix
Das Original: der Thermomix von Vorwerk. Bild © picture-alliance/dpa

Positiv: Die Aldi-Küchenmaschine verfügt über eine zuschaltbare Heizfunktion sowie Rechts- und Linkslauf, elf Geschwindigkeitsstufen, drei Jahre Garantie (der Thermomix hat nur zwei Jahre). Jedes Gerät beinhaltet Zubehör wie einen Dampfgarer, einen Rührflügel, Spatel, ein Kochbuch und eine DVD.

Fazit

Klar: Die Discounter-Küchenmaschine ist zwar nicht so hochwertig und ausgereift wie der Thermomix. Das Preis-Leistungsverhältnis passt dafür: Für 229 Euro bekommt man reichlich Zubehör und ein Jahr mehr Garantie als beim Original. Wer kein Problem damit hat, den Behälter von Hand zu spülen und auch mit der Lautstärke leben kann, sollte sich das Angebot näher anschauen. Aber Achtung: Der Ansturm dürfte dieses Jahr wieder riesig werden.

Sendung: hr3, "hr3 am Vormittag", 22.10.2018, 11:45 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit