Pizzareste
Irgendwas bleibt doch immer übrig Bild © Colourbox.de

Wenn vom Mittagessen noch Kartoffeln übrig bleiben, muss man die nicht gleich wegwerfen. Damit nicht unnötig Lebensmittel im Müll landen, gibt's hier Tipps, was man mit Essensresten anstellen kann.

Rohe Fleischreste

Je nach Menge lässt sich eine Farce oder ein Fleischeintopf zubereiten.

Auf Vorrat einen hellen oder dunklen Grundfond herstellen, dazu Fleischabschnitte (Parüren, Sehnen) und Knochen klein hacken bzw. klein schneiden und tiefkühlen, bis es sich mengenmäßig lohnt, einen Fond zuzubereiten. Hierfür werden auch anfallende Gemüseabfälle (auch Schalen) und Zwiebelreste verarbeitet.

Bratensoße
Bratensoße Bild © Colourbox.de

Wer den Fond noch etwas "pimpen" möchte: Sahne, mit Wasser ausgespülte Reste von Milchpackungen, passende Saucen, Suppen und Bratensaftreste (auch von Töpfen und Pfannen); Koch- bzw. Bratrückstände, mit wenig Wasser aufgegossen - kann man alles noch zum Fond dazugeben. Noch rafinierter wird es, wenn man Speckreste bzw. Speckschwarten, Schokoladereste in kleinen Mengen (für Wild- oder Rindsbratensauce) oder Chutneyreste zum verfeinern hinzugibt.

Aus rohen Geflügelknochen bzw. -gerippe oder diversen Knochen (Wild, Kalb etc.) und Fischkarkassen lässt sich ein schmackhafter Fond herstellen, der für Einmachsuppen, Risotto, weiße Saucen oder zum Aufgießen z.B. für Rahmnudeln verwendet werden kann.

Gekochtes oder gebratenes Fleisch oder Geflügel

Diese Fleischreste lassen sich gut in einem Salat oder Auflauf unterbringen. Bekannte und beliebte Gerichte aus Bratenresten sind: Tiroler Gröstl, Hackknödel, Fleischknödel, Bratknödel, Sugo mit gebratenem Fleisch, Bratenaufstrich, Nudel- oder Kartoffelauflauf.

Auflauf mit Kartoffeln
Auflauf mit Kartoffeln Bild © Colourbox.de

Für einen Auflauf mit Fleischresten einfach die Reste in einer Pfanne kurz anbraten und zusammen mit Gemüse, Kartoffeln, Knödeln oder Nudeln mit Käse bei Oberhitze überbacken - fertig!

Gekochtes Rindfleisch lässt sich mit gekochtem Gemüse zu einer Sülze verarbeiten oder in einem herrlichen Rindfleischsalat mit Kürbiskernöl genießen.

Hackfleisch, Schnitzel, Braten, Steaks und Geflügel bieten eine gute Grundlage für Wraps und Sandwiches: Mit einer pikanten Sauce, Senf oder Mayonnaise, etwas Salat, Gurke oder Gewürzgurke, Tomaten oder Röstzwiebeln ergänzen – so kann man locker einen Burger übertreffen.

Fisch – einfach zu wertvoll, um nicht alles davon zu verwerten

Aus Fischabfällen wie Gräten, Köpfen und Karkassen sowie Gemüseresten lässt sich ein geschmackvoller Fond für Suppen und Saucen herstellen.

Milchprodukte

Müsli mit frischen Früchten
Müsli mit frischen Früchten Bild © Colourbox.de

Joghurt und Buttermilch werden mit Obst gemischt rasch zu gesunden und vitaminreichen Mixgetränken, Shakes oder Smoothies; ebenso verfeinern sie Kuchen, Torten und Aufläufe. Man kann sie auch ins Müsli mischen.

Crème fraîche, Sauerrahm, Sahne und Quark veredeln Gemüseaufstriche, Saucen, Suppen, diverse Aufläufe, Knödel, aber auch Dips, Dressings und Kräutertopfen.

Liptauer oder Doppelrahmkäse eignen sich als Grundsauce für Nudelgerichte. Hierfür Zwiebeln anrösten, Liptauer einrühren, mit Wasser oder beliebiger Kochflüssigkeit aufgießen, fertige

Nudeln unterheben und erwärmen. Würzig mit Salz, Pfeffer und Kräutern etc. abschmecken und genießen.

Hartkäsereste kann man fein gerieben unter Saucen, Suppen oder Eiergerichte mengen. Zum Bestreuen für diverse überbackene Gerichte verwenden lassen sie sich ebenfalls verwenden.

Weichkäse kann man für Suppen und Saucen zur Geschmacksgebung einsetzen bzw. um sie sämiger zu machen.

Camembert mit Preisselbeeren
Camembert mit Preisselbeeren Bild © Colourbox.de

Camembert, Emmentaler-, Goudascheiben oder beliebige Käsestücke kann man doppelt panieren, in heißem Fett schwimmend backen oder in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl anbacken und im Rohr fertigbacken. Mit Preiselbeeren oder Sauce Tatar und Blattsalat servieren (siehe Foto) - lecker!

Eine Beilage bleibt immer

Nudeln
Nudeln Bild © Colourbox.de

Gekochte Nudeln lassen sich problemlos einfrieren, zudem halten sie sich gut verschlossen ca. 2–3 Tage im Kühlschrank.

Einige Verarbeitungsvorschläge hierfür sind: Nudelsalat, Krautnudeln, Nudelaufläufe oder bunte Nudelpfannen mit Gemüse. Auch in einer Fritatta mit Eiern und Gemüse schmecken Nudeln vorzüglich.

Oder probiert es mal mit Nudelrührei: Zuerst Lauch und beliebiges Gemüse anschwitzen, Nudeln beigeben, eventuell etwas Gemüsefond, Kochwasser oder Milch zugießen, würzig abschmecken, Ei darüber verteilen, stocken lassen und mit frischen Kräutern bestreuen.

Gedünstete oder gekochte Reis- und Getreide-"Überbleibsel" bieten sich für die unterschiedlichsten Gerichte an:

Weitere Informationen

Auf Seiten wie reste-essen.de oder restegourmet.de kann man sich Rezepte nach Zutaten raussuchen. Also einfach eingeben was man noch im Kühlschrank hat und schon spuckt die Suchmaschine das passende Rezept dazu aus.

Ende der weiteren Informationen

Reisknödel, Kroketten, Gemüsereispfannen, Paprika mit vegetarischer oder veganer Füllung, Reissuppe, Reislaibchen mit Gemüse und Käse, zum Eindicken von Cremesuppen und -saucen (Reis mitkochen und anschließend mit der Suppe bzw. Sauce mixen). Schon sehr trockenen gekochten Reis kann man in einem Multizerkleinerer fein reiben und als Bröselersatz für Schnitzel verwenden.

Oder als Reissalat: Gekochten Reis, rote oder gelbe Paprikawürfel, gekochte Maiskörner, Lauchringe, eventuell Tomatenwürfel, Basilikum oder Rucola mit etwas Hausmarinade und Joghurt, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ziehen lassen. Anstelle von Basilikum mit Basilikum- oder Rucolapesto zusätzlich abschmecken.

Mit gekochten Reisresten können Suppen und Saucen eingedickt werden. Dazu den Reis mitkochen und die Suppe oder Sauce mixen, eventuell passieren.

Als Grundlage für eine Reispfanne, Reisauflauf, Milchreis, aber auch aufgewärmt ist er als Beilage noch einsetzbar.

Reispfanne
Reispfanne Bild © Colourbox.de

Eine schnelle Reispfanne macht man so: Pro Person ca. 200–250 g gekochter oder gedünsteter Reis, 140 g beliebiges gekochtes Gemüse (oder je zur Hälfte Gemüse und Fleischreste), eventuell etwas fein geriebener Käse, Öl oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Reis und Gemüse beigeben und erwärmen, eventuell mit beliebigem Kochwasser Konsistenz flüssiger halten. Käse dazugeben, mit Salz, Pfeffer, frischen Kräutern oder Pesto abschmecken. Ein Eiomelett zubereiten, dieses in Streifen schneiden und unter die fertige Reispfanne mengen.

Oder wer lieber eine mediterrane Reispfanne mit Hähnchenfleisch kochen möchte: Gekochter oder gedünsteter Reis, klein geschnittenes Hähnchenfleisch, Wokgemüse (Karotten, Stangensellerie, Pastinaken, Chinakohl, Kraut, Paprika, Champignons, Zucchini und dergleichen) sowie in feine Streifen geschnittene Zwiebel und eventuell Knoblauch in etwas Öl hell anschwitzen und Geflügelfleisch beigeben. Kurz durchrösten, dann das Gemüse kurz mitbraten und mit etwas Weißwein ablöschen. Den Reis untermengen und erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale, Kardamom, Chili und frischen Kräutern (Basilikum, Rosmarin, Oregano, Salbei, Petersilie) abschmecken. Eventuell mit Granatapfelkernen garnieren.

Eine süß-pikante Reispfanne geht so: Sesamkörner in einer Pfanne hell anrösten. Honig, wenig Butter, Sojasauce und etwas Kokosmilch und eventuell Sweet Chili Sauce in einem Topf erhitzen. Gekochten oder gedünsteten Reis untermengen, erwärmen und mit Salz, Pfeffer und eventuell Zitronenschale würzig abschmecken. Gebratene Truthahn-, Lamm- oder Hühnerstücke darauf anrichten und mit Sesam bestreuen. Zusätzlich Bananen-, Ananas-, Apfel- oder Birnenwürfel untermengen und mit Kreuzkümmel, Curry, Ingwer und Kardamom geschmacklich variieren.

Risotto
Risotto Bild © Colourbox.de

Wer bereits ein fertiges Risotto übrig hat: Mit Eidotter und Käse vermengen, kleine Laibchen formen und in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl beidseitig goldbraun backen.

Aus Grieß- und Polentaresten lassen sich Knödel, Aufläufe und gebackene Schnitten herstellen. Dazu in einer Pfanne Grieß bzw. Polenta mit etwas Öl (Butterschmalz) rösten, mit der Gabel zerteilen und beliebig mit gekochtem Gemüse oder Wurst, Käse und/oder Fleischstücken vermengen; eventuell verquirltes Ei darüber verteilen und würzig abschmecken. Mit reichlich frischen Kräutern bestreut und mit Salat als Beigabe ist dies eine herrliche Mahlzeit.

Wohin mit den Schokohasen?

Schoko-Muffins
Schoko-Muffins Bild © Colourbox.de

Zweimal im Jahr häufen sich Schokoberge in den Haushalten auf, nämlich an Ostern und in der Weihnachtszeit. Nicht selten bleiben da noch jede Menge Schokohasen und -weihnachtsmänner übrig, auf die irgendwann keiner mehr Lust hat. Anstatt sie sinnlos in sich reinzustopfen, kann man sie auch einfach zu etwas anderem verarbeiten: Man kann sie für die oben erwähnte Bratensoße verwenden, aber man kann sie auch nehmen, um daraus Schokomuffins oder Schokoladenkuchen zu backen. Mag (fast) jeder und ruckzuck ist der Schokoberg abgebaut!

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Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln überschritten, wandern viele Produkte in den Müll. Doch das muss nicht sein. Wir räumen auf mit den Haltbarkeitsmythen!

7 Haltbarkeitsmythen - und was wirklich dran ist

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