"Open"-Schild hängt an einer Ladentür

In Hessen dürfen an bis zu vier Sonn- und Feiertagen im Jahr die Geschäfte geöffnet haben. Ausgenommen sind unter anderem die vier Adventssonntage. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß? Was ist Eure Meinung? Stimmt jetzt in unserem Voting ab!

So kurz vor Weihnachten ist es besonders stressig in den hessischen Innenstädten. Alle Geschäfte sind überfüllt und alle Menschen sind im Stress. Kein Wunder, dass der Onlinehandel in Deutschland weiter boomt und die Diskussion um verkaufsoffene Sonntage immer wieder aufploppt.

Das besagt das Hessische Ladenöffnungsgesetz

Überfüllte Fußgängerzone

Das Hessische Ladenöffnungsgesetz, kurz HLöG, ist seit November 2006 in Kraft und besagt, dass die Geschäfte an Werktagen von 0 Uhr bis 24 Uhr geöffnet haben dürfen und sonntags geschlossen sein müssen. Zu bestimmten Anlässen wie Märkte, Messen und Feste, dürfen Gemeinden an bis zu vier Sonn- und Feiertagen im Jahr ihre Geschäfte öffnen. Der Öffnungszeitraum darf sechs Stunden nicht überschreiten, er soll außerhalb der Zeit des Hauptgottesdienstes liegen und muss spätestens um 20 Uhr enden. Ausgenommen vom verkaufsoffenen Sonntag sind die Adventssonntage, der 1. und 2. Weihnachtstag, Karfreitag, die Osterfeiertage, die Pfingstfeiertage, Fronleichnam, der Volkstrauertag und der Totensonntag. Jedes Bundesland regelt das übrigens selbst: In Berlin, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen waren die Läden am 2. Advent geöffnet.

Das sagen die Befürworter:

  • Im Internet kann man auch sonntags einkaufen. Geöffnete Läden am Sonntag bringen mehr Flexibilität und man muss sich nicht so einschränken.
  • Unter der Woche kommt man aufgrund von Arbeitszeiten nicht dazu, Einkaufen zu gehen und geht stattdessen am Samstag - der Tag, an dem alle in die Geschäfte strömen. Die Folgen sind überfüllte Läden und gestresste Kunden.
  • hr3-Hörerin Daniela aus Neuhof findet: "Wir könnten dann sonntags mit der ganzen Familie einkaufen gehen - das wäre sehr praktisch."

Das sagen die Gegner:

  • Bernhard Schiederich von Verdi: "Der Sonntag ist der einzige freie Tag, den die Menschen noch gemeinsam verbringen können. Wir sollten daran festhalten, dass dieser Sonntag für alle Gruppen auch als arbeitsfreier Tag erhalten bleibt. Wir brauchen mit unseren Familien einen freien Tag in der Woche und das ist der Sonntag - übrigens auch grundgesetzlich als arbeitsfreier Tag geschützt."
  • Es gibt ausreichend Zeit von Montag bis Samstag einkaufen zu gehen, da müssen nicht auch noch am Sonntag die Geschäfte geöffnet haben.
  • Verlängerte Ladenöffnungszeiten führten nicht dazu, dass mehr Menschen im Einzelhandel eingestellt wurden. Im Gegenteil, Arbeitsplätze wurden laut Verdi abgebaut.

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Sendung: hr3, "Die hr3 Morningshow", 17.15.2018, 5 Uhr

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