Louisa Dellert zusammen mit Jan Reppahn

Instagram-Star Louisa Dellert begeistert Hunderttausende Menschen für den Umweltschutz. Politiker wie Christian Lidner lauschen aufmerksam ihren Worten. Uns hat sie verraten, wie Umweltschutz für jeden machbar wird – und, was Ihr beim Weltverbessern besser sein lasst.

In dem sozialen Netzwerk Instagram ist Louisa so etwas wie ein Star: Mehr als 350.000 Nutzer folgen ihrem Kanal namens @louisadellert. Mit Bildern von Demonstration, Erfahrungsberichten, Tipps und viel postiver Ausstrahlung macht die sogenannte Influencerin Umweltschutz sexy.

Ihr Buch "Mein Herz schlägt grün – Weltverbessern für Anfänger" deutet ihre Formel für einen erfolgreich gelebeten Umweltschutz bereits an: "Jeder kleine Schritt ist wichtig und nicht gleich von Null auf Hundert gehen!" Im Gespräch mit hr3 Moderator Jan Reppahn erklärt sie, wie jeder von uns einen wichtigen Beitrag zum Umwelschutz leisten kann – ohne Verbissenheit und allzu großen Verzicht.

Vor zwei Jahren hatte Louisa einen Moment, der sie dazu veranlasste, ihr Leben umzukrempeln. Im Urlaub auf Malta wollte sie ein schönes Unterwasserfoto machen. Mit dem ganzen Plastikmüll im Wasser, war das aber unmöglich. Später ärgerte sie sich, dass sie sich mit dem Thema Müll nicht schon führer beschäftgt hatte. Das wollte sie ändern und lernte mehr und mehr über ein nachhaltiges Leben.

Nehmt Euch nicht zu viel vor

"Wir sind auch für das verantwortlich, was wir nicht tun", sagt Louisa. Damit will sie aber nicht sagen, dass Ihr gleich Euer ganzes Leben umkrempeln müsst. "Erst einmal ist es ganz wichtig, sich zu sagen: 'Hey, ich bin nicht perfekt!' Ich habe jetzt auch nicht den Ansatz, nur noch müllfrei durch’s Leben zu gehen. Wenn Du so einen Ansatz hast, ist das sehr vorbildlich, aber Du demotivierst Dich auch total."

Umweltschutz: einfach und alltagstauglich

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Stattdessen rät die Instagram-Aktivistin: "Sucht Euch halt mal ein oder zwei Sachen heraus." Man könnte zum Beispiel mal ins Badezimmer gehen und darüber nachdenken, "ob wir mal auf Shampoo umsteigen, dass kein Mikroplastik enthält. Und dann überlegt man sich, möchte ich auch die Plastikverpackung um das Shampoo herum oder will ich vielleicht mal festes Shampoo ausprobieren?"

Viele Dinge seien überraschend einfach zu ändern, so Louisa. Zu ihren Klassikern gehört die Handseife: "Viele haben aus dem Drogeriemarkt so einen Spender und wenn Du drauf drückst, kommt da ganz entspannt die Seife raus". Aber mit einem Stück fester Seife habe man ganz schnell Plastik gespart, ohne dass jemand einen wirklichen Unterschied merken würde.

Manchmal lassen sich Umweltsünden einfach nicht vermeiden

Auf Flugreisen nimmt sie ihr eigenes Besteck und ihren eigenen Becher mit. So muss sie ihren Tomatensaft nicht aus einem Wegwerfbecher aus Plastik trinken. Gerade auf Reisen könne man aber nicht jede Umweltsünde vermeiden. In diesen Fällen könne man zum Beispiel das Hotel bitten, Gratis-Kosmetik mit weniger Plastikverpackung zu verwenden.

Noch ein Tipp von Louisa: "Hütet Euch auch davor, andere zu kritisieren, die vielleicht noch nicht so nachhaltig unterwegs sind wie Ihr das seid, weil das kann dann auch wieder demotivieren."

hr3, hr3 am Samstagnachmittag, 16.02.2019, 15:00 Uhr

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