Umwelthelden Tilda und Benedikt haben eine Wurmkiste
Benedikt und Tilda sind mächtig stolz auf ihre Wurmkiste Bild © Nina Friedmann

Tilda und Benedikt sind vorbildliche Mülltrenner. Sie haben auch ganz viel Biomüll, aber leider keinen Komposthaufen. Eine Wurmkiste soll das Problem lösen: In ihrem Keller wohnen jetzt 500 Würmer und machen aus Abfall feinste Gartenerde. Hier erfahrt Ihr, wie's funktioniert!

Wer keinen Platz für einen Komposthaufen hat, kann sich mit einer Wurmkiste, auch Wurmcafé oder Indoor-Komposter genannt, weiterhelfen. Das dachte sich auch Nina – die Mama von Tilda und Benedikt. Also nahm sie ihre Kids mit in den Baumarkt und holte Holz für eine Kiste, in der 500 Kompostwürmer Unterschlupf finden. "Also eigentlich zwei Kisten nebeneinander, damit die Würmer von einer in die andere Kiste können, wenn eine voll ist", erklären uns Tilda und Benedikt.

Jede Wurmkiste besteht aus mindestens zwei Kammern. Die Kammern trennt eine durchlöcherte Innenwand oder ein Volieren- beziehungsweise Hasendraht. So können die Würmer stets zum Müll wandern.

Wurmkisten zum selber bauen

Wurmkiste
Eine Wurmkiste als Indoor-Kompost lässt sich ganz einfach selber bauen. Bild © Nina Friedmann

"Es gibt ganz unterschiedliche Wurmkisten, die man auch schon fertig im Internet kaufen kann", sagt Nina am Telefon mit der hr3 Morningshow. Allerdings seien die vorgefertigten Wurmkisten recht teuer. Daher lohnt der Griff zum Werkzeugkasten. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen zum Bau von Wurmkisten aus Holz oder Kunstoff, mit zwei oder drei Kammern. Unsere Kollegen vom MDR haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Bau einer Wurmkiste zusammengefasst.

Ein Wurmcafé, stinkt das nicht?

Kompostwürmer auch Mistwürmer genannt gibt es ebenfalls im Internet. Im Online-Handel kosten 500 Exemplare etwa 20 bis 30 Euro. Vor üblen Gerüchen aus der Wurmkiste müsst Ihr Euch übrigens nicht fürchten, beruhigt Nina: "Die Wurmkiste stinkt überhaupt nicht, es ist phänomenal! Die Wurmkiste riecht nur ganz leicht nach Waldboden – ansonsten merkt man von den Würmern gar nichts."

Sendung: hr3, "hr3 Morningshow", 15.02.2019, 05:00 Uhr

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